(24.03.17) Schlagzeilen wie jüngst die über den Tod einer mit Tuberkulose infizierten Betreuerin einer Bonner Grundschule schrecken die Menschen auf. Sie erinnern daran, dass die ehemals gefürchtete Infektion keineswegs verschwunden ist, sondern vor dem Hintergrund von Migrationen nicht nur von Flüchtlingen, sondern auch von Übersiedlern zurückkehrt. Das Robert Koch-Institut (RKI) verweist anlässlich des Welttuberkulosetages darauf, dass die Zahl der Fälle in Deutschland 2016 weitgehend unverändert gegenüber 2015 ist, damit aber auf ähnlich hohem Niveau wie zuletzt vor etwa zehn Jahren. "Eine hohe Aufmerksamkeit für diese Krankheit ist daher unverändert wichtig", betont RKI-Präsident Prof. Dr. Lothar H. Wieler. Eine aktive Fallsuche sei essentiell, um Erkrankungsfälle und Neuinfektionen zu finden und eine Verbreitung zu vermeiden. Ärzte sollten daher bei Personen mit entsprechenden Symptomen oder besonderen Risiken für eine Erkrankung immer eine Tuberkulose in Betracht ziehen. hb/skriptstudio.de


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