(22.05.17) Ein sogenannter maligner Pleuraerguss tritt häufig bei Patientinnen und Patienten mit metastasierendem Brust- beziehungsweise Lungenkrebs auf. Dabei handelt es sich um eine übermäßige Flüssigkeitsansammlung im Brustkorb zwischen Lungen- und Rippenfell, begleitet von bösartigen Zellen. Die Lunge ist von Flüssigkeit umgeben, was unter anderem zu Atemnot und Brustschmerzen führen kann. Wissenschaftler vom Helmholtz Zentrum München die krebszellen aus Pleuraergüssen untersucht. "Wir konnten zeigen, dass diese Zellen einen Botenstoff ins Blut abgeben, der wiederum Immunzellen anlockt. Diese wandern dann über die Milz in die Pleurahöhle ein und verursachen dort die Flüssigkeitsansammlung", erklärt Studienleiter Prof. Dr. Georgios Stathopoulos. Bei großen Ergussmengen und ausgeprägter Atemnot verschafft das Ablassen von Flüssigkeit oft sofort Linderung. Als Punktion mit einer feinen Nadel kann diese Behandlung wiederholt werden, um den Patienten von kleineren Ergussmengen zuentlasten. hb/skriptstudio.de


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