(28.04.17) Muttermilch steht in dem Ruf, das Immunsystem von Neugeborenen zu stärken. An der Annahme, dass die Zusammensetzung der Milch einen Einfluss auf die Entwicklung von Allergien und Asthma hat, sät eine jetzt veröffentlichte Erhebung Zweifel. Im Zuge der Ulmer Säuglingsstudie, die seit 2000 mit über 1000 Kindern und ihren Müttern durchgeführt wird, haben Epidemiologen die Milch stillender Mütter analysiert und mithilfe komplexer, neuartiger statistischer Verfahren den Zusammenhang mit Allergien oder Asthma der Kinder bis zum 13. Lebensjahr überprüft und konnten keine Korrelation finden. Die Forscher haben die Zusammensetzung von Muttermilchproben sechs Wochen und sechs Monate nach der Geburt analysiert. Die große Mehrzahl der Neugeborenen war mindestens sechs Wochen nach der Entbindung ausschließlich gestillt worden. Wichtige Daten zur Gesundheit der Kinder sowie demographische Informationen der Mütter standen aus Fragebögenerhebungen zur Verfügung. hb/skriptstudio.de


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